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Jedes Jahr fallen nach Untersuchungen allein in Deutschland
über 150 Millionen (Stand 2006) verbrauchte Druckköpfe und Tintentanks
an. In Europa sind dies über 500 Millionen, also eine gewaltige
Umweltbelastung.
Dasselbe Problem trifft, wenn auch bei
geringerer Stückzahl, ebenfalls auf die wesentlich aufwendigeren
Kartuschen für Laserdrucker zu. Viele dieser teuren „Hightech“-Tintenpatronen
wandern nur deshalb in den Hausmüll weil die Tinte oder der Toner leer
sind.
Bei den Farbpatronen mit 3 Farbkammern
ist oft nur eine Farbe wirklich leer. Die reinen Produktionskosten z.B.
für eine moderne HP-Farbpatrone (Hewlett-Packard) schätzen Experten auf
ca. 6-10 Franken bei einem Ladenpreis von ca. Fr. 50.-.
Bei den guten Gewinnspannen haben die
Hersteller natürlich kein Interesse diese wieder zu befüllen, obwohl
dies ohne Qualitätsverlust mind. 3-5-mal möglich ist. Das
Marktforschungsunternehmen CAP Ventures erwartete bis 2006 einen Umsatz
von über 5 Milliarden Euro allein für Tinte und Spezialpapier in
Deutschland. Dies wird insbesondere auch durch den stark wachsenden
Einsatz der Digitalfotografie im privaten Bereich hervorgerufen.
Bereits seit ca. 5-6 Jahren ist der so
genannte Refill-Markt in den USA, Kanada, Australien, Japan und Korea
ein etablierter Wachstumsmarkt mit zweistelligen Zuwachsraten. Der
Anteil an wiederbefüllten oder kompatiblen Patronen liegt z.B. in den
USA bereits bei über 50%. In Deutschland sind es nach Schätzungen gerade
mal 30%.
Hier gibt es also noch viel Potential
für Einsparungen und Umweltschutz.
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